Lanzarote – wandeln auf den Spuren Cesar Manriques

Lanzarote war die Heimstätte des spanischen Malers, Bildhauers und Architekten Cesar Manrique. An zahlreichen Stellen der Kanareninsel finden sich noch heute die Spuren des Künstlers.

Zu den Besonderheiten von Lanzarote gehört auch das Wirken von Cesar Manrique. Der Künstler wurde am 24. April 1919 auf der Kanarischen Insel in der Hauptstadt Arrecife geboren und verstarb am 25. September 1992 in dem Ort Tahiche. Manrique betätigte sich als Maler, Bildhauer und Architekt. Außerdem setzte er sich für den Umweltschutz auf Lanzarote ein. Darüber hinaus übte der Künstler erheblichen Einfluss auf das Gestalten der Kanareninsel aus. Durch sein Wirken entstanden auf der Massentourismushochburg Lanzarote nur wenige Hochhäuser. Ebenso wurde auf Werbetafeln mit aufdringlichen Farben verzichtet. Stattdessen kam es zu einer Vielzahl an Gebäuden, die im traditionellen Stil errichtet wurden und sich an die natürliche Umgebung Lanzarotes anpassten.
Reisende haben auf Lanzarote die Gelegenheit, die faszinierenden Arbeiten Cesar Manriques zu bewundern.




Taro de Tahiche

Als wichtigstes Werk Manriques im Hinblick auf den Tourismus gilt das Stiftungsgebäude in Tahiche. Es trägt den Namen Taro de Tahiche und wirkt wie ein herkömmliches Haus. Erbaut wurde es 1968. Im Jahr 1988 übereignete es Manrique seiner Stiftung, die er 1982 ins Leben gerufen hatte. Nicht weit vom Haus starb Manrique 1992 bei einem Verkehrsunfall.
Zu den Besonderheiten des Taro de Tahiche zählt das Untergeschoss, das sich aus fünf Grotten zusammensetzt. Manrique sorgte durch das Anlegen von Gängen für ihre Verbindung und legte dort sein Atelier an. Im Obergeschoss kann das Museum mit den Bildern und Zeichnungen des Spaniers bewundert werden.

Jameo del Agua

Bei den Jameos del Agua handelt es sich um mehrere vulkanische Höhlen, die von Cesar Manrique gestaltet wurden. Sie befinden sich zwischen den Orten Orzola und Arieta. Den Jameo Grande arbeitete der Künstler zu einem Becken um. Dessen Ränder sind von üppigem Pflanzenwuchs umgeben. Am Gangende ist eine weitere Höhle zu finden, die als Konzertsaal dient. Einen Abstecher wert ist zudem das Haus der Vulkane. Dabei handelt es sich um ein vulkanologisches Museum, in dem der Besucher mehr über die Entstehung Lanzarotes erfährt.

Mirador del Rio

Im Norden der Insel ist mit dem Mirador del Rio eine weitere Sehenswürdigkeit zu finden. Der Mirador entstand im 19. Jahrhundert zunächst als militärische Artilleriestellung. Manrique gelang es, den Mirador später ausgezeichnet in die Landschaft zu integrieren. Zusammengesetzt wird er aus zwei Kuppeln, die miteinander verbunden sind. Ihr Dach wird von Steinen und Erde bedeckt.

Sonstige Sehenswürdigkeiten

Weitere sehenswerte Attraktionen, an denen Manrique Anteil hatte, sind das Monumento del Camposino, der Kaktusgarten und das Castillo de San Jose in Arrecife.


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