San Bartolomé

Bei San Bartolomé handelt es sich um eine Gemeinde auf Lanzarote, die vom mittleren Bereich der Ostküste auf einer Fläche von circa 41 km² hinein in den zentralen Bereich der Insel reicht.

Von den etwas mehr als 18.000 Einwohnern der Gemeinde lebt ein knappes Drittel in ihrem gleichnamigen Verwaltungssitz. Dieser Ort besteht seit dem 15. Jahrhundert und diente der kanarischen Urbevölkerung als Zufluchtsort vor den zunehmenden Piratenüberfällen.




Der Ort San Bartolomé

Der von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgebene Ort besitzt mit dem im Stil eines amerikanischen Südstaatengebäudes errichteten Rathauses sowie der 1789 erbauten Pfarrkirche San Martin seine markantesten Gebäude. In den von flachen, weiß getünchten Häusern gesäumten engen Gassen verstecken sich einige kleine Tapas-Bars. Bei einem Bummel durch den Ort lässt sich ein Eindruck vom ursprünglichen Leben auf der Insel gewinnen. In einem weiteren historischen Gebäude ist das ethnografische Museum „Tanit“ untergebracht. In ihm können alte Weinpressen und Zeugnisse des altkanarischen Handwerks besichtigt werden.
Ein hoch aufragendes Fruchtbarkeitsdenkmal und ein Museumsdorf mit kleinen Werkstätten und einem unterirdischen Restaurant sind im benachbarten Ort Mozaga zu finden.

Playa Honda und Montaña Blanca

Beide Orte gehören ebenfalls zur Gemeinde San Bartolomé. Als deren größter Ort liegt Playa Honda unmittelbar an der Küste zwischen der Inselhauptstadt Arrecife und dem Flughafen von Lanzarote. Der nur über wenige touristische Einrichtungen verfügende Ort hat in einigen seiner südlichen Bereiche unter dem Fluglärm startender und landender Flugzeuge zu leiden. An seinem weitläufigen Strand entlang führt bis nach Arrecife eine schöne befestigte Strandpromenade, die von gepflegten Wohn- und Apartmenthäusern sowie einigen kleinen Bodegas gesäumt wird.

Etwa 10 Kilometer landeinwärts liegt am östlichen Ende des Weinbau- und Naturschutzgebietes La Geria das recht kleine Dorf Montaña Blanca. Südwestlich des Dorfes befindet sich der gleichnamige Vulkan, der mit einer Höhe von 600 Metern der höchste auf der Insel ist. Sein ausgetrockneter Krater kann über die Nordflanke des als Kegel geformten Berges problemlos bestiegen und besichtigt werden. Drei Kilometer nordwestlich des Ortes befindet sich mit der Cueva de los Naturalistas eine der bedeutendsten Höhlen vulkanischen Ursprungs auf den Kanarischen Inseln. Ihre Besichtigung ist im Rahmen von Führungen möglich.

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