Acusa

Acusa liegt im westlichen Bereich des zentralen Hochlands von Gran Canaria in ungefähr 1.000 Meter Höhe. Der kleine, oft als Streusiedlung bezeichnete Ortsteil der Gemeinde Artenara dient nur wenigen Hundert Einwohnern als Heimat, die hier in verstreut liegenden Häusern und in einigen mit modernen Fassaden versehenen Höhlen leben.




Ein traumhaftes Bergidyll

Vom Zentrum der Gemeinde Artenara führt eine etwa 4 Kilometer lange Straße durch das bezaubernde Tal Aldea hinauf auf eine Hocheben, die Gran Canarias dritthöchsten Berg, den Roque Bentaiga umgibt. Hier oben leben die Menschen beschaulich und relativ unbeeinflusst vom Tourismus inmitten einer herrlichen Berglandschaft, die jedem an eine Postkarte gestellten Anspruch gerecht wird.
Der fruchtbare Boden dient hier einerseits einer intensiven Landwirtschaft, fördert jedoch auch eine üppige Vegetation, die vor allem im Frühjahr durch die Farbtupfer bunter Blüten zusätzlich belebt wird.
Von vielen Stellen der Hochebene und des Ortes Acusa aus ergibt sich ein wunderbarer Panoramablick über die sie umgebende Bergwelt. Nicht weniger attraktiv lässt sich diese Landschaft nach dem Besuch dieses Ortes bei der Weiterfahrt nach Nicolás erleben, die vorüber an weiten Wiesenflächen und mehreren Stauseen hinein in den westlichen Teil des zentralen Berglandes führt.

Die Höhlenwohnungen von Acusa

Die Höhlensiedlung besteht aus circa 40 Höhlenwohnungen, die vom 6. Jahrhundert bis in die 1970er Jahre zum größten Teil bewohnt waren. Einige von ihnen dienen auch heute noch als Wohnung, stellen aber fast ausschließlich eine Art Zweit- oder Wochenendwohnung dar, die inzwischen mit einem gewissen Komfort ausgestattet sind.
Während die meisten der nicht mehr bewohnten Höhlenwohnungen nur an einer Tür im Felsen erkennbar sind, zeigen sich die bewohnten Höhlen größtenteils mit einer freundlichen hellen Fassade, hinter der sich die in den Fels gehauene Wohnung befindet. Vereinzelt entstehen noch heute neue Höhlenwohnungen, die jedoch nach dem Willen des Gemeinderates nicht mehr ständig bewohnt werden sollen.
Über einen steil nach oben führenden felsigen Pfad lassen sich rund zwei Dutzend weitere Höhlen erreichen, die von Menschenhand geschaffen einst vorrangig als Silos dienten und teilweise über mehrere Etagen reichen.

Neben seinen Höhlen und Höhlenwohnungen hat Acusa noch eine hübsche Kirche zu bieten, die von einigen weißen kanarischen Bauernhäusern umgeben ist. Bleibt anzumerken, dass es allerdings im Ort kein Restaurant oder Café gibt.

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