Arucas

Etwa 6 Kilometer westlich von Las Palmas de Gran Canaria liegt an der Nordküste mit Arucas die viertgrößte Stadt dieser Insel.




Bereits im späten Mittelalter galt der Ort, der später bei der Eroberung durch die Spanier nahezu völlig zerstört wurde, als ein Zentrum altkanarischen Lebens. Die neuen Siedler lebten vor allem vom Anbau von Zuckerrohr, das in vielen Destillen zu Rum weiterverarbeitet wurde. Im 20. Jahrhundert dominierte der Anbau von Bananen, der in der jüngeren Vergangenheit zumindest teilweise von Gemüse und Blumen abgelöst wurde.

Arucas Altstadt steht unter Denkmalschutz

Altstadt von ArucasArucas ist bekannt für seine architektonischen Schätze. Deren sichtbarstes Zeichen ist die im neugotischen Stil erbaute Kirche San Juan Bautista. Ihr Turm ragt 60 Meter in die Höhe. Sie gilt als Meisterwerk der einheimischen Steinmetzkunst und verfügt über wunderschöne Fenster. In ihrer Nähe befindet sich das unvollendet gebliebene Gebäude des Neuen Theaters. Weitere sehenswerte Gebäude sind das von einem prachtvollen Garten umgebene Haus der Marquise und das Kulturhaus, das aus dem 17. Jahrhundert stammt.
Ein attraktives Rathaus und die Markthallen umgeben die Plaza de la Constitución.

Unweit davon lädt eine Vielzahl tropischer Gewächse zum Besuch des Stadtparks ein. An dessen Eingang befindet sich das Stadtmuseum. Vom Park aus fährt der Platano-Express durch eine Bananenplantage.
Ein eindrucksvolles Erlebnis verspricht auch ein Besuch in der bereits 1884 gegründeten Rumfabrik. Neben einer Betriebsbesichtigung vermittelt das angegliederte Rummuseum so manche „hochprozentige“ Information.

Der Ausblick von der Montaña de Arucas

Nicht weit vom Stadtzentrum entfernt erhebt sich der Vulkankegel Montaña de Arucas. Auf ihm befindet sich neben einem Restaurant ein Aussichtspunkt, von dem aus sich ein wunderbarer Ausblick über weite Teile der Nordküste Gran Canarias ergibt. Neben der Silhouette von Las Palmas sind auch die vor der Stadt liegenden Strände gut zu erkennen.
Obwohl an dieser Küste meist ein starker Wellengang zu verzeichnen ist, bietet sowohl der Strand Playa de Bañaderos – El Pueretillo als auch die Playa de San Andrés gute Bademöglichkeiten, die bevorzugt von den Einheimischen genutzt werden. Der aus Sand und auch kleineren Steinen bestehende Strand verfügt über einen ständigen Rettungsdienst.

An den Stränden und entlang des gesamten Küstenstreifens bieten zahlreiche Restaurants Gerichte der kanarischen Küche an. Frischer gegrillter oder gebratener Fisch wie Zacken- und Ziegenbarsch oder die Meerbarbe und verschiedene Meeresfrüchte dominieren dabei die Speisekarten.

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