Arbejales

Im nördlichen Teil Gran Canarias liegt auf 774 Metern Höhe das beschauliche Bergdorf Arbejales. Der kleine Ort mit seinen nur etwa 1100 Einwohnern ist selbst bei Einheimischen kaum bekannt. Wer den Massentourismus scheut und auf der Suche ist nach einem authentischen, ursprünglichen Fleckchen Kanaren-Erde, der findet hier sein Paradies.




Landschaft und Umgebung

Seinen Namen verdankt Arbejales den Erbsen (spanisch: arvejas), die einst in der Region angebaut wurden. Das ursprünglich dicht bewaldete Gebiet besitzt einen fruchtbaren Boden und ist reich an Wasserquellen. Die für die Kanaren überraschend grüne, üppig bewachsene Landschaft mit ihren blühenden Wiesen und exotischen Pflanzen begeistert Wanderer, Reiter und Kletterer gleichermaßen. Viele der unzähligen Wanderwege rings um den Ort sind auch für Mountainbiker geeignet, ein Fahrradverleih ist vorhanden.

Sehenswertes und Besonderheiten

Weithin sichtbar überragt den Ort die Iglesia del Sagrado Corazón de Jesús, zu Deutsch die Herz-Jesu-Kirche. Der Grundstein zu dem imposanten Gebäude wurde im Jahre 1913 gelegt. Für die tief religiös geprägte Bevölkerung der Gegend war das hundertjährige Jubiläum im Jahre 2013 Anlass zu großen Feierlichkeiten.
Das Ortsbild prägen liebevoll und aufwändig restaurierte Häuser im typisch kanarischen Stil, die teils mehrere Hundert Jahre alt sind. Etliche von ihnen dienen heute als Ferienhäuser und können angemietet werden.

Ein Highlight in Arbejales ist jedes Jahr zum Allerseelentag der traditionelle Rancho de Ánimas: Eine Gruppe von Musikanten zieht mit ihren Instrumenten (Gitarren, Mandolinen, Tamburins, Kastagnetten und Triangeln) durch den Ort von Haus zu Haus, um Geld für die Seelen einzutreiben. Ihre Musik hat orientalischen Charakter, ihre Liedtexte handeln von Tod und Geburt, aber auch von sozialen Beziehungen. Das Spektakel gleicht eher einem Karneval als einem Trauerzug und wird in seiner historischen Tradition von der Bevölkerung seit Generationen aufrecht erhalten.

Ausflüge in die Umgebung

Gute Einkaufsmöglichkeiten finden sich in der nahe gelegenen Kleinstadt Teror. Deren sehenswerte Altstadt mit ihren geschnitzten Holzbalkonen ist ohnehin einen Besuch wert.

Lohnend ist auch ein Tagesausflug nach Firgas. Seine sprudelnden Quellen haben den Ort sowie das gleichnamige Mineralwasser bekannt gemacht.

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