Sardina del Norte

Wer Ruhe und Ursprünglichkeit auf Gran Canaria sucht, ist im Fischerdorf Sardina del Norte, meist nur Sardina genannt, genau richtig.

In der beschaulichen Ortschaft mit 2200 Seelen herrscht lediglich an den Wochenenden etwas mehr Trubel: Dann machen sich vor allem einheimische Familien aus der Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria auf den Weg hierher, um Abstand zur Hektik des Alltags zu finden. Touristen verirren sich dagegen nur selten in das authentisch gebliebene Örtchen.




Lage und Anfahrt

Das Fischerdorf liegt direkt an der Atlantikküste im Nordwesten von Gran Canaria. Es ist Teil der Gemeinde Gáldar. Die Ortschaften Gáldar und Agaete befinden sich nur wenige Autominuten in östlicher bzw. südlicher Richtung entfernt. Mit dem Auto ist das Dorf über die kurvenreiche Landstraße GC-202 (Ausfahrt 25 von der Autobahn GC-2 aus) erreichbar. Von der Hauptstadt aus fährt zudem der Bus Nummer 105 des Unternehmens GLOBAL nach Gáldar. Von dort aus gelangen Besucher mit der Linie 1 des Busunternehmens Guaguas Guzmán nach Sardina del Norte.

Beeindruckende Natur

Besucher lieben Sardina del Norte nicht zuletzt, weil sie sich der Natur hier kaum näher fühlen könnten. Einige der bunten Häuschen sind direkt in die Felswände gebaut. In einer malerischen Bucht gelegen, bietet der Ort sagenhafte Ausblicke auf die steile und schroffe Atlantikküste und heranrollende, oft hohe Wellen, deren Gischt aufspritzt, wenn sie auf die Felsen treffen. Wer eine Wanderung macht, sollte eine Jacke einpacken – es kann mitunter sehr windig werden. Es gibt aber auch einen geschützten, 80 Meter langen Sandstrand im Ort, der zum Baden einlädt.

Beeindruckend ist auch die Unterwasserwelt vor der Küste des Fischerdorfs: Hier tummeln sich Oktopoden, Barakudas, Spinnenkrabben, Flötenfische und im August und September sogar Mantarochen. Deshalb zählt Sardina zu den beliebtesten Tauch-Spots der Insel.

Sehenswerter Leuchtturm, tolle Restaurants

Viele Gäste unternehmen vor Ort eine Wanderung zum nahegelegenen alten Leuchtturm, dem „Faro de Sardina“. Er steht auf einer Landzunge, die in den Atlantik hineinragt und ist ein beliebtes Fotomotiv. Im malerischen Hafen des Dorfes liegen kleine, bunte Fischerboote. Ein Besuch lohnt sich aber auch wegen der vielen Fischrestaurants, von denen einige in erhaltenen ehemaligen Höhlenwohnungen errichtet wurden. Die Fischgerichte, die in Sardina del Norte serviert werden, zählen zu den besten der Insel. Zu dem fangfrischen Fisch werden häufig auch Landwein und Käse aus der Region gereicht. Beides sollten Besucher ebenso kosten wie die kleinen, sehr süßen Bananen, die auf den Plantagen rund um Sardina angebaut werden.

Foto: © Henryk Sadura Shutterstock.de