Santa María de Guía

Die Gemeinde Santa María de Guía befindet sich im Norden der Kanarischen Insel Gran Canaria. Im Ort leben knapp 14.000 Einwohner. In der Region wird viel Landwirtschaft betrieben.

Santa María de Guía ist geprägt von Obst- und Gemüseplantagen. Es gibt jedoch auch Viehzucht, bei der vor allem die Milchwirtschaft im Vordergrund steht. Im Ort gibt es viele Kunsthandwerker. Ein weiterer Erwerbszweig für die Einwohner der Stadt ist die Herstellung der kanarischen Messer, die als Cuchillos Canarios im Handel sind.




Die Sehenswürdigkeiten

Die Stadt Santa María de Guía besitzt eine gut erhaltene Altstadt, die bereits im Jahr 1982 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Die ältesten Häuser stammen aus dem 16. Jahrhundert. Zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde gehört die Pfarrkirche. Sie hat eine Fassade aus dem späten Barock. Die Kirchtürme wurden im Stil des Neoklassizismus erbaut. In der Pfarrkirche können einige Statuen von José Luján Pérez bewundert werden. Der Künstler wurde in der Stadt im Jahr 1756 geboren und gehört bis heute zu den bedeutendsten Bildhauern der Kanarischen Inseln. Außerdem wird hier ein Schrein mit der Schutzheiligen der Stadt gezeigt. Ein Bildnis der Virgen de Guía, der Jungfrau von Guía, wird von einem Baldachin beschirmt, der auf einem silbernen Traggestell ruht. In der Gemeindekirche gibt es einige Goldschmiedearbeiten zu sehen. Zur Besichtigung lädt auch die Kirche San Roque ein. Sie ist im oberen Teil des historischen Kerns der Stadt zu finden. Zur Altstadt gehören gut restaurierte Gebäude wie das Casa de Los Quintana mit einem Balkon im kanarischen Mudéjar-Stil, das Haus Nestor Álamo und die Ermita de San Roque. Die Ermita de San Roque ist eine Kapelle aus dem 16. Jahrhundert im kanarischen Baustil der damaligen Epoche.

Bevor die Spanier die Kanarischen Inseln eroberten, lebten hier die Guanchen. Im näheren Umfeld der Stadt Cenobio de Valerón befindet sich eine archäologische Hinterlassenschaft der Ureinwohner, die vermutlich bereits ab 3.000 v. Chr. die Inseln besiedelten. Die Fundstätte, die als Cenobio de Valerón bezeichnet wird, besteht aus in weichen Tuffstein gegrabenen Kammern, die als Vorratsspeicher für Lebensmittel dienten. Die Anlage wurde im Jahr 1978 zum nationalen Kulturgut erklärt. Eine weitere archäologische Sehenswürdigkeit ist der Tagoror del Gallego. Er besteht aus einem Halbkreis von in den Fels geschlagenen Sitzreihen und drei besonderen Sitzgelegenheiten, die an Throne erinnern.

Die Natur rund um die Stadt

Santa Mara de Guía grenzt an den Naturpark Brezal. Hier gibt es Lorbeerbäume, Baumheide und Stechpalmen. Die Stadt liegt direkt an einer Steilküste mit dem Zugang zu drei Stränden.


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