Teror

Völlig zu Recht als grünes Herz von Gran Canaria bezeichnet, liegt die Gemeinde Teror im zentralen nördlichen Bereich der Insel etwa 12 Kilometer südwestlich von Las Palmas.

Der etwa 13.000 Einwohner zählende Ort befindet sich in ungefähr 500 Meter Höhe und nimmt eine Fläche von circa 25 km² ein. Das den Ort und seine Umgebung bestimmende Grün der zumeist subtropischen Gewächse hat seine Ursache in den in dieser Gegend zu verzeichnenden außergewöhnlich hohen Niederschlagsmengen.
Da das Städtchen im Inselinneren liegt, ist es von den teilweise unliebsamen Erscheinungen einer ausufernden Tourismusindustrie weitestgehend verschont geblieben und zeigt sich so als einer der ursprünglichsten Orte der Insel.




Eine Altstadt voller Postkartenmotive

Seit 1979 steht die Altstadt von Teror, das auch als religiöses Zentrum der Insel gilt, unter Denkmalschutz. Am Plaza del Pino befindet sich eingerahmt von zwei mächtigen Kiefern die Basilica de Nuestra Señora del Pino. Errichtet Mitte des 18. Jahrhunderts auf den Grundmauern eines älteren Gotteshauses besitzt sie noch heute dessen achteckigen Glockenturm. Ihr größter Schatz ist eine Statue der Jungfrau Maria, die als Schutzpatronin der Insel gilt. Ihr zu Ehren finden jedes Jahr im September Wallfahrten zu dieser Basilika statt. Neben ihrer prächtigen Innenausstattung mit einem reich geschmückten Altar bietet ein kleines Museum an ihrer Rückseite einen Blick auf die Marienstatue und andere prachtvolle liturgische Gegenstände.

Die Sehenswürdigkeiten der Altstadt reduzieren sich jedoch nicht auf die Basilika. Denn ihr malerisches Bild wird auch von den mit schönen Holzbalkonen geschmückten, im Stil traditioneller kanarischer Architektur erbauten Herrenhäusern bestimmt, lebt von der mit Steinbänken und einem Brunnen verzierten Plaza Theresa de Bolivar, dem zur Galerie umfunktionierten Bischofspalast und dem Bau des wunderschönen Rathauses.

Der Sonntagsmarkt

Eine scheinbar magische Anziehungskraft auf Einheimische und zahlreiche extra nach Teror anreisende Touristen hat der an jedem Sonntag rund um die Basilika stattfindende Sonntagsmarkt. Er gilt als einer der ältesten Märkte auf Gran Canaria.
An den vielen Marktständen und in den geöffneten kleinen Handwerksgeschäften der Altstadt werden Erzeugnisse des kanarischen Kunsthandwerks angeboten. Daneben finden aber auch religiöse Artikel, typische kanarische Süßwaren und Käse oder die hier geschätzte Paprikawurst sowie auch Pflanzen und lebende Tiere ihre Käufer oder zumindest Interessenten.


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