Agüimes

Etwa 5 Kilometer südwestlich des Flughafens von Gran Canaria und damit auch von der Ostküste der Insel entfernt befindet sich der Ort Agüimes.




Gelegen am Eingang zu der die Insel durchquerenden Schlucht des Guayadeque gilt er als Hauptort der gleichnamigen Gemeinde, die sich mit einer Fläche von knapp 80 Quadratkilometer im mittleren Bereich der Ostküste ins Landesinnere erstreckt.

Agüimes – ein Ort mit historischem Stadtkern

Bronzefiguren in der Altstadt von AgüimesHervorgegangen aus einer Siedlung der Altkanarier wurde der Ort 1491 gegründet und stand danach circa 400 Jahre unter der Herrschaft verschiedener Bischöfe. Als eines der ältesten Siedlungsgebiete Gran Canarias profitierten seine einstigen Bewohner vor allem von den hier vorkommenden Wasserquellen und einer großen Zahl natürlicher Höhlen.
Darüber und über weitere Details von Kunst und Architektur kann sich der Besucher des Ortes im Interpretationszentrum an der Plaza San Antón informieren.

Zwischen restaurierten Häusern mit kleinen Fenstern und großen Holztüren erheben sich die weiße Kuppel und zwei Türme der steinernen, unter Denkmalschutz stehenden Kirche San Sebastian. In den engen Straßen überraschen den Besucher immer wieder lebensgroße und sehr echt wirkende Bronzefiguren. Kleine Geschäfte und Werkstätten zeugen von der Tradition des Kunsthandwerks auf der Insel. In ihnen werden Stickereien, Keramikerzeugnisse und in Stein gehauene Figuren angeboten.

Rund um die Schlucht von Guayadeque

Neben der Ursprünglichkeit des Ortes Agüimes bietet die Gemeinde zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Mehrere davon sind in der zum Naturdenkmal erklärten Schlucht Guayadeque zu finden. So beispielsweise die Höhlensiedlung Cueva Bermeja, die Kapelle des Heiligen Bartholomäus oder auch mehrere in die Felswände der Schlucht gehauene Restaurants.
Am Rand der Schlucht erhebt sich der Montaña de Agüimes. Er beherbergt in seinem oberen Bereich mehrere Wohnhöhlen der Ureinwohner, die mit wertvollen Gravuren geschmückt sind. Einige Kilometer südlich der Schlucht sind im Barranco de Balos weitere bedeutende Felszeichnungen zu finden.
Unweit davon lädt die herrliche Berglandschaft um den Roque Aguayro zu einer Wanderung ein, bei der der größte Olivenhain der Kanarischen Inseln bewundert werden kann.
Etwa fünf Kilometer nördlich davon liegt der Ort Temisas, der den Titel als „Repräsentatives kanarisches Dorf“ trägt.

Die Strände des Gemeindegebietes

Die auf dem Gemeindegebiet an der Ostküste der Insel liegenden Strände werden trotz der an ihnen vorherrschenden Passatwinde gern besucht. Dabei bietet die Playa de Vargas beste Bedingungen für Windsurfer, während die Playa de El Cabrón mit ihrer spektakulären Artenvielfalt bei den Tauchsportlern sehr beliebt ist. Der „normale“ Badebetrieb konzentriert sich dagegen im Sommer auf die Playa de Arinaga und die Playa de Balos.

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