San Bartolomé de Tirajana

Der östliche Bereich der Südküste Gran Canarias einschließlich seines bis in das Zentrum der Insel reichenden Hinterlandes wird von dem 333 km² großen Gebiet der Gemeinde San Bartolomé eingenommen. Seine etwa 57.000 Einwohner leben zum überwiegenden Teil in den 31 Orten und Ortsteilen der Gemeinde, unter denen sich bekannte Touristenorte wie Playa del Ingles, Maspalomas oder San Agustin befinden. Der Verwaltungssitz liegt allerdings erstaunlicherweise in dem kleinen Bergdorf San Bartolomé.




Eine von Tourismus und Landwirtschaft gekennzeichnete Region

Die von den Touristen geschätzten schönsten Strände befinden sich im südlichsten Bereich der Küste. Westlich der bekannten Dünenfelder von Maspalomas reiht sich eine Reihe eher kleiner unbekannter Strände aneinander, die einen Strandaufenthalt abseits der großen Touristenströme ermöglichen. Zu ihnen gehören die Playa Montaña de Arena, die Playa de El Llanillo und die Playa El Molinero. Östlich der bekannten und damit auch wesentlich stärker besuchten Strände von Maspalomas und der Playa del Inglés bietet die Playa Las Burras einen besonders feinen Sand, während die Playa del Besudo nur über Treppen erreichbar ist. Die meisten der im Ostbereich von San Bartolomé liegenden Strände werden besonders an den Wochenenden gern von der einheimischen Bevölkerung genutzt.

Hinter der teilweise auch steilen und steinigen Küste reicht eine Ebene weit ins Inselinnere hinein. Hier befindet sich der „Obstgarten“ Gran Canarias, der aus Plantagen von Obstbäumen und Mandelbäumen besteht. Die geernteten Pfirsiche, Kirschen und Pflaumen werden vielfach zu Spirituosen weiterverarbeitet oder dienen der Verfeinerung des Mejunje, einer süßen Spezialität dieser Region.

Kreuz und quer durch Gran Canarias größte Gemeinde

Im Ort San Bartolomé selbst fallen vor allem zwei Kirchen auf. Neben der kleineren Iglesia de Santiago de Tunte besticht vor allem die gegen Ende des 17. Jahrhunderts erbaute dreischiffigen Pfarrkirche Iglesia de San Bartolomé mit ihrem prachtvollen Hauptaltar. Ansonsten ist beim Bummel durch den Ort viel von seiner Ursprünglichkeit zu erleben und von vielen Stellen aus die faszinierende Aussicht über die Caldera de las Tirajanas zu genießen.

Erwähnenswert ist weiterhin der Ort Fataga. Sein historischer Ortskern besteht aus vielen im Originalzustand erhaltenen kanarischen Häusern. Oberhalb des Dorfes lädt ein Restaurant in einer über 200 Jahre alte Finca mit Wassermühle zu leckeren kanarischen Spezialitäten ein. Einige Kilometer südlich des Ortes befindet sich mit dem „Mundo Aborigen“ ein Freilichtmuseum, das interessante Einblicke in das Leben der Ureinwohner der Insel gewährt.
Westlich davon erwarte im Palmitos Park eine subtropische Oase die Besucher, in der es vor allem verschiedene Arten von Palmen, Kakteen und Agaven sowie von Vögeln zu entdecken gibt. Außerdem dürfen in ihm die farbenfrohen Bewohner von Europas größtem Schmetterlingshaus bestaunt werden.


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