El Tanque

El Tanque liegt etwa 1 bis 2 Kilometer von der nördlichen Küste entfernt im Nordwesten Teneriffas. Der über knapp 3.000 Einwohner verfügende Ort befindet sich trotz seiner geringen Entfernung zum Meer am nördlichen Hang des Tenogebirges bereits auf etwa 600 Meter Höhe.




Ein Blick in die Vergangenheit

Entstanden ist der Ort im Zusammenhang mit einem in der Mitte des 16. Jahrhunderts an dieser Stelle angelegten Teich, dessen Wasser zur Bewässerung von Zuckerrohrfeldern und Weinhängen diente. Die dabei um eine kleine Kapelle entstandene Siedlung erhielt schnell den Namen Tanque, der auf Spanisch nichts anderes als „Wasserbehälter“ bedeutet.
Bei einem Vulkanausbruch zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde El Tanque einschließlich seiner Anbauflächen nahezu völlig zerstört. Der einsetzende Wiederaufbau zog sich über einen längeren Zeitraum hin, was besonders deutlich an der sehenswerten Kirche Iglesia de San Antonio de Padua wird, die ihren Glockenturmturm erst im 20. Jahrhundert erhielt.

Historisch wertvolle Sehenswürdigkeiten

Unter den wenigen, vom Vulkanausbruch verschont gebliebenen Gebäuden befindet sich eines, das heute neben der Kirche zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört.
Dabei handelt es sich um einen 1610 gegründeten öffentlichen Getreidespeicher, der das Überleben der einheimischen Bauer in Notzeiten sichern half. Sein Inneres, das aus einem Versammlungsraum im Erdgeschoss und den Speicherräumen besteht, kann heute noch besichtigt werden.
Ein zweites, ebenfalls vor dem Vulkanausbruch erbautes und erhalten gebliebenes Gebäude befindet sich im tiefer gelegenen Ortsteil El Tanque bajo. Bei diesem handelt es sich um das von einer Bauernfamilie bewohntes Haus „Casa de los Martelos“. Es besitzt drei verschiedene Bereiche, deren Dächer mit arabischen Ziegeln gedeckt sind. Den mittleren Bereich verziert ein geschlossener Holzbalkon.

Auf dem Kamel durch eine bizarre Vulkanlamdschaft

Nicht unbedingt typisch für Freizeitanlagen auf Teneriffa ist das am oberen Ortsrand von El Tanque stationierte Camello-Center. In dieser als Park eingerichteten Farm sind neben Kamelen und Dromedaren auch Esel, Ponys und Ziegen zu besichtigen. Erfreutes Staunen rufen bei einem Rundgang durch den Park die seltenen weißen Kamele hervor.
Als absolute Höhepunkte gelten jedoch die Ausritte auf den Kamelen durch die den Ort umgebende beeindruckende Landschaft. Je zwei in ein dunkles Beduinengewand gehüllte Personen finden auf dem Rücken je eines Tieres Platz und können so ein außergewöhnliches Erlebnis auf der Ferieninsel Teneriffa genießen.

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