Güimar

Der Bergrücken Cumbre Dorsal trennt die Stadt Güimar vom fruchtbaren Orotavatal auf der Kanareninsel Teneriffa. Besucher der Ortschaft begeben sich auf eine geheimnisvolle Entdeckungsreise.




Im Nordosten der Insel wartet eine reizvolle Stadt

Die Gemeinde Güimar liegt im Nordosten Teneriffas und präsentiert sich als bedeutendes Wirtschaftszentrum in der Provinz Santa Cruz de Tenerife. Auf einer Fläche von etwa 102 Quadratkilometern leben und arbeiten rund 18.590 Menschen. Zu den umliegenden Nachbargemeinden gehören Arafo im Inselnorden, Fasnia im Süden sowie La Orotava im westlichen Teil der Insel. Viele Sehenswürdigkeiten laden zu spannenden Ausflügen ein.

Interessant und sehenswert

Güimar ist eine der ältesten Gemeinden der sonnigen Kanareninsel Teneriffa. In vorspanischer Zeit hatte hier ein Guanchen-Mencey seinen Sitz. Die Zeiten haben sich geändert – heute gibt es zahlreiche Geschäfte zum Stöbern sowie gemütliche Cafés und Bars zum Verweilen. Das Herz der Gemeinde bildet die Pfarrkirche „Iglesia de San Pedro“. Dabei handelt es sich um eine dreischiffige Hallenkirche, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Das Gotteshaus beherbergt unter anderem den Kirchenschatz mit wertvollen Arbeiten aus Silber.
Einen herrlichen Blick offenbart auch der „Mirador de Don Martin“ sowie der Hafen „Puerto de Güimar“. Er liegt unterhalb der Küste und ist hübsch anzusehen. Hier schließt sich auch ein kleiner Sandstrand an.

Geheimnisvoll und rätselhaft

Die „Pyramiden von Güimar“ sind die Touristenattraktion des Ortes. Sie haben ihren Platz im Viertel Chacona am oberen Stadtrand. Sechs von neuen Stufenpyramiden sind bis heute erhalten geblieben und geben immer noch Rätsel auf. Sehr lange wurde davon ausgegangen, dass es sich bei den Bauten um eine zufällige Bauweise der Bauern handeln könnte. Im Jahr 1990 meldete jedoch der Ethnologe Thor Heyerdahl aus Norwegen erste Zweifel an. Er war der Meinung, es könnte auch ein Zusammenhang zu den mittelamerikanischen und ägyptischen Pyramiden bestehen. Thor Heyerdahl ging bis zu seinem Ableben davon aus, dass die Guanchen die Pyramiden errichtet haben, um sie für ihre astronomischen Beobachtungen zu nutzen. Das Rätsel um die Pyramiden wurde jedoch nie gelöst, denn am Ende des 20. Jahrhunderts wurden Keramikstücke aus dem 19. Jahrhundert gefunden. Diese Entdeckung warf wieder neue Fragen auf. Heute sind die Pyramiden vom attraktiven „Parque Etnografico Piramides de Güimar“ sowie von einem Museum umgeben. Dieses gibt den Besuchern einen umfassenden Einblick in die 5.000 Jahre alte Geschichte der Insel Teneriffa.

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