Taganana

Im Nordosten der Insel Teneriffa erstreckt sich das bis in etwa 1.000 Meter Höhe reichende Anaga-Gebirge. An seiner Nordflanke befindet sich der Ort Taganana. Erreichbar ist er über eine aus südlicher Richtung den Gebirgskamm überquerende, größtenteils steile und kurvenreiche Gebirgsstraße, von der aus sich herrliche Ausblicke auf Santa Cruz und die Atlantikküste ergeben.




Bewahrtes kulturelles Erbe

Ist die Ortschaft nach einer spektakulär wirkenden Serpentinenfahrt erreicht, sollte der Ort am besten zu Fuß erkundet werden. Dabei kann sowohl der wunderbare Blick auf den Ozean, aus dem zackige Felsspitzen emporragen als auch das von felsigen Steilwänden umgebende Ortsbild in Ruhe genossen werden.
Gegründet wurde der Ort bereits im Jahr 1501 von einem Spanier, der hier begann, ein Zentrum des Zuckerrohranbaus zu errichten. Die dafür von den Siedlern an den steilen Hängen errichteten Terrassenfelder, die teilweise fast bis an die Atlantikküste reichen, werden noch heute für den Anbau von Wein genutzt.
Bis in die 1960er Jahre war Taganana nur auf Bergpfaden und mit Lasttieren erreichbar. Diese weitestgehende Abgeschiedenheit führte dazu, dass sich der Ort nur wenig veränderte. So blieb der Ort von den Einflüssen der modernen Welt weitestgehend verschont und speziell die kanarische Architektur ist noch immer zu bewundern.

Eindrücke vom einstigen Leben auf Teneriffa

Diese gewinnt der Besucher sozusagen im Vorübergehen, wenn er durch die schmalen und steilen Gassen des Ortes spaziert. Im Zentrum der größtenteils strahlend weißen Häuser Tagananas, die manchmal seltsam verschachtelt wirken, befindet sich der Dorfplatz mit einer hübschen, bereits zu Beginn das 16. Jahrhunderts erbauten Pfarrkirche. In ihrem Inneren ist ein sehenswertes Triptychon zu bewundern.
Der bergige Ort dient auch als Ausgangspunkt einiger beliebter Wanderwege. Einer von ihnen führt zum Landschaftspark Mirador Cruz del Carmen, in dem neben einer tollen Fernsicht besonders der ursprüngliche Lorbeerwald beeindruckt.

Am El Cardonal

Nicht scheuen sollte der Besucher von Taganana den etwas beschwerlichen Abstieg an die Küste zum Strand von Tachero. Vor diesem knapp einen Kilometer langen und 30 Meter breiten Kiesstrand fühlen sich dank des meist starken Wellengangs vor allem viele Surfer wohl. Darüber hinaus bieten einige schlichte aber rustikale Fischrestaurants schmackhafte Gerichte an, die sich beim Blick aufs Meer besonders gut verspeisen lassen.

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