Geschichte von Teneriffa

Die Geschichte von Teneriffa setzt sich aus Mythen, Vulkanaktivität und Eroberungskämpfen zusammen. Vermutete man einst noch das versunkene Atlantis, so hat die Insel heute tatsächlich verwunschene, faszinierende und mystische Züge.




Vor langer, langer Zeit

Vor 12 Millionen Jahren begann die Geschichte von Teneriffa, als die Insel durch Lava speiende Vulkane entstanden ist. Der letzte Vulkanausbruch auf der Insel Teneriffa wird in das Jahr 1909 datiert und ist somit noch gar nicht so lange her. Imposante Gebirge zeugen noch heute von der einstigen Vulkanaktivität. Dazu gehören das Anaga-Gebirge, das Teno-Gebirge, Las Cañadas sowie der Pico del Teide. Dabei nimmt der Pico del Teide einen besonderen Stellenwert auf Teneriffa ein, denn er ist mit einer Höhe von 3718 Metern zugleich der höchste Berg in Spanien. Legenden erzählen von Vermutungen, dass Teneriffa einst für das sagenumwobene Atlantis gehalten wurde. Erkundungen der Insel werden in das 1. Jahrhundert datiert, als ein Bote des Mauritanischen Königs, namens Plinio, als Berichterstatter fungierte. Er fand dort Riesenhunde vor, von denen er einige mitnahm. Nach diesen Hunden (Can) erhielten die Kanarischen Inseln ihren Namen.

Die Ureinwohner von Teneriffa – die Guanchen

Die Geschichte von Teneriffa wird stark durch die Ureinwohner der Insel, die Guanchen, geprägt, denen ein afrikanischer Ursprung nachgesagt wird. Diese Naturmenschen, deren Kleidung aus Fellen bestand, verstanden sich schon damals auf die Mumifizierung der Toten und richteten sorgfältige Gräber her, von denen sich wohl einige auf dem Gebiet der Pyramiden von Güímar befanden. Dort wurden auch Überreste der Guanchen und antike Gegenstände bei Ausgrabungen gefunden. Auf die Guanchen geht auch die handwerkliche Kunst des Töpferns und der Tonbearbeitung zurück, die noch heute auf Teneriffa einen großen Stellenwert besitzt. Die Einwohner Teneriffas werden als Tinerfeños bezeichnet, was an den einstigen Häuptling der Guanchen, Tinerfe, erinnert. Die Bezeichnung Guanche hat eine sehr einfache Übersetzung und bedeutet Mensch aus Teneriffa.

Teneriffa im Sichtfeld der Eroberer

In der politischen Geschichte von Teneriffa ist das 15. Jahrhundert ausschlaggebend, als die Spanier ihre Eroberungszüge ausführten und auch die Kanarischen Inseln in ihren Besitz nahmen. Teneriffa wurde nach der Übernahme zu einem wichtigen Verkehrsmittelpunkt für die Schifffahrt zischen Spanien und den amerikanischen Kolonien. Teneriffa und vor allen Dingen Santa Cruz dienten im Verlauf der Jahrhunderte immer wieder als Schauplatz kriegerischer Auseinadersetzungen, zuletzt durch die Engländer im 17. Jahrhundert. Erst seit 1975 besitzt Teneriffa seine eigene Autonomie und konnte zu dem werden, was es heute ist – ein Feriendomizil der Superlative.

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